Pride Champion 2025: So treibt das Land Berlin LGBTIQ+ Diversity und Inclusion voran

Im Pride Champion Interview 2025 macht das Land Berlin sichtbar, wie LSBTIQ+ Diversity als strategischer Erfolgsfaktor in der Verwaltung verankert und weiterentwickelt wird.

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Sophie Finkenauer | Leiterin der Leitstelle Diversity bei der Senatsverwaltung für Finanzen Berlin

 

Welches Thema möchtet ihr in nächster Zeit angehen? / In welchem Bereich möchtet ihr euch verbessern?

Ich könnte mir gut vorstellen, Guidelines für Interventions- und Krisengespräche speziell für Führungskräfte zu entwickeln. Gerade beim Thema Transition besteht noch viel Unsicherheit – und mit der geplanten Rahmendienstvereinbarung zur Transition wird es umso wichtiger, klare Strukturen zu schaffen. Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit internen Stellen, der Landesantidiskriminierungsstelle und externen Expert*innen essentiell, um sowohl Betroffene als auch Führungskräfte bestmöglich zu unterstützen.



Warum ist LGBTIQ+ wichtig für euch?

Vielfalt ist kein Selbstzweck – sie ist ein strategischer Erfolgsfaktor. Sie stärkt Teamdynamik, Innovationskraft und ist ein Schlüssel für eine moderne, chancengerechte Personalgewinnung. Um diese Potenziale wertzuschätzen, wird Diversity bereichsübergreifend und systematisch in alle personalstrategischen Maßnahmen integriert – von der zielgruppensensiblen Ansprache über ein inklusives Onboarding und die Personalentwicklung bis hin zur Dienstrechtsreform. Die Umsetzung des Diversity-Landesprogramms ist dabei eine gemeinsame Aufgabe, die Vielfalt aktiv gestaltet und als Chance für eine leistungsstarke Berliner Verwaltung versteht.


Auf welches LSBTIQ+ Diversity Projekt seid ihr besonders stolz?

Mit der jährlichen Queeren Aktionswoche im PRIDE Month ist es uns gelungen, viele Dienststellen zur Entwicklung eigener Formate zu motivieren. Die Initiativen reichen vom Webtalk „Regenbogenkompetenz in der Berliner Verwaltung - Herausforderungen und Handlungsempfehlungen über tägliche Quizfragen bis zu queeren Bibliotheksführungen. Auch der respektvolle Austausch zwischen queeren und nicht-queeren Beschäftigten hat sich dadurch erweitert und gewinnt damit eine andere Qualität.



Was ist euer größtes Learning aus dem PRIDE Champion Audit & Index?

Mit der stärkeren Ausdifferenzierung von vier auf acht Kategorien wird deutlich, welche Bereiche wir noch mehr in den Fokus nehmen müssen. Auch die Nachfrage aus den Dienststellen und aus dem verwaltungsinternen Regenbogennetzwerk, ob wir uns erneut der Zertifizierung stellen, hat gezeigt, dass der Wiedererkennungswert bei den Beschäftigten als Wertschätzung wahrgenommen wird.


Was bedeutet die PRIDE Champion Zertifizierung für euch?

Wir sind stolz darauf uns erneut mit einem sehr guten Ergebnis ausweisen zu können. Die Zertifizierung hat sich weiterentwickelt und wir uns mit ihr – erneut können wir uns mit dem Siegel in Gold präsentieren. Vor allem im Bereich People Engagement sowie Sichtbarkeit haben wir schon viel erreicht.


Rückfragen an:

LST Diversity 6/ Susanne Herdina, Senatsverwaltung für Finanzen


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Was ist das PRIDE Champion Siegel?

Das PRIDE Champion Siegel für Arbeitgebende ist die auf dem Audit basierende Zertifizierung von Unternehmen und ihrem LGBTIQ+ Diversity Management. Nach Abschluss des Auditierungsverfahrens erhalten Unternehmen und Organisationen, die mindestens 60% der möglichen Gesamtpunktzahl im Fragebogen erzielt haben, das PRIDE Champion Siegel. Das Siegel existiert in zwei Ausführungen: in Silber für ein Ergebnis zwischen 60 - 80% der möglichen Gesamtpunktzahl und in Gold für ein Ergebnis zwischen 80 - 100%.


Die Pride Champions 2025

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PRIDE Champion 2025: So treibt Bayer Diversity und Inclusion voran

Im Pride Champion Interview 2025 gibt Bayer Einblicke in das Engagement des Unternehmens für LGBTIQ+ Diversity und die Bedeutung der erneuten PRIDE Champion Zertifizierung. Das Team betont, wie wichtig ein inklusives Arbeitsumfeld ist, in dem jede Stimme gehört wird, und wie die Auszeichnung die Fortschritte und die Ernsthaftigkeit der Unternehmenskultur bestätigt. Besonders stolz ist Bayer darauf, junge Talente früh in Diversity-Themen einzubinden: Studierende und Auszubildende erhalten von Beginn an Einblicke in interne Netzwerke, nehmen an Allyship-Schulungen teil und sammeln praktische Erfahrungen bei Projekten wie der Organisation von CSD-Teilnahmen. Strukturelle Veränderungen werden durch intersektionales Arbeiten, enge Zusammenarbeit über Funktionsbereiche hinweg und ergebnisorientiertes Handeln vorangetrieben. Die LGBTIQ+ Netzwerke sind fest in Entscheidungsprozesse eingebunden und sorgen dafür, dass Perspektiven und Anliegen der Community direkt Gehör finden. Darüber hinaus bietet Bayer eine Vielzahl an Initiativen für queere Mitarbeitende, darunter Mentoring, Allyship- und Awareness-Schulungen, interne Vernetzung sowie flexible Möglichkeiten zur Namensänderung und einen bezahlten Volunteering-Tag zur Unterstützung der Community.
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PRIDE Champion 2025: So treibt Hanseatic Bank Diversity und Inclusion voran

Im Pride Champion Interview 2025 gibt die Hanseatic Bank Einblicke in ihr Engagement für LGBTIQ+ Diversity und die Bedeutung der diesjährigen PRIDE Champion Zertifizierung. Chief Sustainability Officer Sandra Richstein betont, welche Strahlkraft das erstmals erreichte Gold-Siegel hat und wie das interne Netzwerk „Team VIELfalt*“ kontinuierlich daran arbeitet, Diversität im Unternehmen sichtbarer zu machen und nachhaltig zu verankern. Besonders wichtig ist der Hanseatic Bank, diskriminierende Mechanismen besser verständlich zu machen und Mitarbeitende aktiv zu sensibilisieren. Mit dem neuen Format „Diversity Fresco“ – einem interaktiven Workshop, der verschiedene Formen von Diskriminierung beleuchtet – stärkt das Unternehmen Wissen, Reflexion und Bewusstsein im Arbeitsalltag. Auch beim Thema Sichtbarkeit setzt die Bank klare Zeichen: Erstmals nahm sie an der Aktion „Hamburg zeigt Flagge“ während der Pride Week teil und zeigte mit Regenbogenflaggen am Jungfernstieg Haltung für eine offene, vielfältige Gesellschaft. Damit unterstreicht die Hanseatic Bank ihr Ziel, ein diskriminierungsfreies Umfeld zu schaffen, in dem gleiche Chancen für alle selbstverständlich sind – unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität.

Proudr ist ein Projekt der UHLALA Group. Seit 2009 unterstützen, fördern und verbinden wir LGBTIQ+ Menschen in ihren Karrieren und bringen sie mit Unternehmen und Organisationen zusammen, die ihre LGBTIQ+ Mitarbeitenden schätzen.

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