
Sophie Finkenauer | Leiterin der Leitstelle Diversity bei der Senatsverwaltung für Finanzen Berlin
Welches Thema möchtet ihr in nächster Zeit angehen? / In welchem Bereich möchtet ihr euch verbessern?
Ich könnte mir gut vorstellen, Guidelines für Interventions- und Krisengespräche speziell für Führungskräfte zu entwickeln. Gerade beim Thema Transition besteht noch viel Unsicherheit – und mit der geplanten Rahmendienstvereinbarung zur Transition wird es umso wichtiger, klare Strukturen zu schaffen. Hier ist eine enge Zusammenarbeit mit internen Stellen, der Landesantidiskriminierungsstelle und externen Expert*innen essentiell, um sowohl Betroffene als auch Führungskräfte bestmöglich zu unterstützen.
Warum ist LGBTIQ+ wichtig für euch?
Vielfalt ist kein Selbstzweck – sie ist ein strategischer Erfolgsfaktor. Sie stärkt Teamdynamik, Innovationskraft und ist ein Schlüssel für eine moderne, chancengerechte Personalgewinnung. Um diese Potenziale wertzuschätzen, wird Diversity bereichsübergreifend und systematisch in alle personalstrategischen Maßnahmen integriert – von der zielgruppensensiblen Ansprache über ein inklusives Onboarding und die Personalentwicklung bis hin zur Dienstrechtsreform. Die Umsetzung des Diversity-Landesprogramms ist dabei eine gemeinsame Aufgabe, die Vielfalt aktiv gestaltet und als Chance für eine leistungsstarke Berliner Verwaltung versteht.
Auf welches LSBTIQ+ Diversity Projekt seid ihr besonders stolz?
Mit der jährlichen Queeren Aktionswoche im PRIDE Month ist es uns gelungen, viele Dienststellen zur Entwicklung eigener Formate zu motivieren. Die Initiativen reichen vom Webtalk „Regenbogenkompetenz in der Berliner Verwaltung - Herausforderungen und Handlungsempfehlungen über tägliche Quizfragen bis zu queeren Bibliotheksführungen. Auch der respektvolle Austausch zwischen queeren und nicht-queeren Beschäftigten hat sich dadurch erweitert und gewinnt damit eine andere Qualität.
Was ist euer größtes Learning aus dem PRIDE Champion Audit & Index?
Mit der stärkeren Ausdifferenzierung von vier auf acht Kategorien wird deutlich, welche Bereiche wir noch mehr in den Fokus nehmen müssen. Auch die Nachfrage aus den Dienststellen und aus dem verwaltungsinternen Regenbogennetzwerk, ob wir uns erneut der Zertifizierung stellen, hat gezeigt, dass der Wiedererkennungswert bei den Beschäftigten als Wertschätzung wahrgenommen wird.
Was bedeutet die PRIDE Champion Zertifizierung für euch?
Wir sind stolz darauf uns erneut mit einem sehr guten Ergebnis ausweisen zu können. Die Zertifizierung hat sich weiterentwickelt und wir uns mit ihr – erneut können wir uns mit dem Siegel in Gold präsentieren. Vor allem im Bereich People Engagement sowie Sichtbarkeit haben wir schon viel erreicht.
Rückfragen an:
LST Diversity 6/ Susanne Herdina, Senatsverwaltung für Finanzen

Das PRIDE Champion Siegel für Arbeitgebende ist die auf dem Audit basierende Zertifizierung von Unternehmen und ihrem LGBTIQ+ Diversity Management. Nach Abschluss des Auditierungsverfahrens erhalten Unternehmen und Organisationen, die mindestens 60% der möglichen Gesamtpunktzahl im Fragebogen erzielt haben, das PRIDE Champion Siegel. Das Siegel existiert in zwei Ausführungen: in Silber für ein Ergebnis zwischen 60 - 80% der möglichen Gesamtpunktzahl und in Gold für ein Ergebnis zwischen 80 - 100%.
Die Pride Champions 2025
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Proudr ist ein Projekt der UHLALA Group. Seit 2009 unterstützen, fördern und verbinden wir LGBTIQ+ Menschen in ihren Karrieren und bringen sie mit Unternehmen und Organisationen zusammen, die ihre LGBTIQ+ Mitarbeitenden schätzen.