So überzeugst du im Bewerbungsgespräch

Du wurdest zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen? Dann bist du hier genau richtig. Wir haben die passenden Tipps, mit denen du dein Jobinterview mit Sicherheit meistern wirst.


Im Netz findest du ein Meer von Ideen, wie du dich bei Vorstellungsgesprächen besser präsentieren kannst. Abgesehen von den grundlegenden Dingen wie angemessene Kleidung, pünktliches Erscheinen, kannst du noch ein paar Schritte mehr gehen. Nonverbale Hinweise können einen stärkeren Eindruck hinterlassen als das, was du sagst. Daher ist es wichtig, auf Augenkontakt, Lächeln und Körpersprache zu achten. Ebenso kann es hilfreich sein, deine Hausaufgaben über das Unternehmen, den Gesprächspartner:innen und die Stelle zu machen.

Zusätzlich, haben wir für dich nur ein paar extra Tipps, damit du beim Bewerbungsgespräch richtig überzeugst und deinen Traumjob ergatterst.


1. Mache dir deine persönliche Geschichte zu eigen

Bei den meisten Bewerbungsgesprächen, kannst du darauf vertrauen, dass dir diese Frage gestellt wird: „Erzählen Sie etwas über sich selbst.“ Wenn du dich auf diese Frage vorbereitest, bist du einen Schritt näher, deinen ersten Eindruck mit Bravour zu meistern. Nimm dir also vorab Zeit und mach dir Gedanken über deine persönliche Geschichte, mit allen Highs und Lows, Herausforderungen und Hindernissen. Nimm deine:n Gesprächspartner:in mit und erzähle deine Geschichte und was alles nötig war, damit du an diesen Punkt gekommen bist. 


2. Bringe Beispiele aus dem wirklichen Leben

Interviewer:innen stellen viele Fragen, um die potenzielle Eignung zu beurteilen. Um dich von anderen Bewerber:innen abzugrenzen, solltest du Erfahrungen und Erfolge aus deinem bisherigen Werdegang mitbringen. Was war dein größter Erfolg? Was ist schon mal richtig schiefgegangen und was hast du daraus gelernt?


Es geht darum, deine Fähigkeiten durch ansprechende Erzählungen unter Beweis zu stellen und damit auch deine Softskills darzustellen.


Verhaltensfragen sind heute üblich, bei denen du Beispiele dafür geben musst, wie du denkst und dich verhältst, um Situationen zu meistern. Fasse dich kurz und heben die positiven Aspekte jeder Erfahrung hervor. Kenne deine Geschichten gut, damit du sie selbstbewusst erzählen kannst.


3. Verstehe den Wert von Zahlen.

Schaue dir deine Liste der Erfolge an und überlege, wie du sie quantifizieren kannst. Die vier kritischen Messbereiche sind Wachstum, Einsparungen, Hilfe für andere und Häufigkeit. Wie hat deine Arbeit, Prozesse oder Ergebnisse optimiert? Hast du vielleicht Zeit verkürzt, die benötigt wird, um etwas zu erreichen? Oder hast du Kosten für das Unternehmen gespart, in dem du ein neues System implementiert hast, oder Fehler erkannt hast? Hast du ein neues Programm ins Leben gerufen, das eine bedeutende Wirkung hatte? Wenn du die Wirkung deiner Arbeit in Zahlen ausdrücken kannst, hinterlässt das einen bleibenden Eindruck, den man nicht so schnell vergisst. Sobald du deine Kennzahlen kennst, findest du einen natürlichen Weg, sie in Ihre Beispiele einzubauen, um die Wirkung zu verstärken.


4. Kenne deine Werte

Cultural Fit ist ein nicht zu unterschätzender Erfolgsfaktor. Viele Interviewer:innen werden Fragen in Bezug auf deine Präferenzen verschiedener Themen stellen – von deinen bisherigen Jobs über die Art von Führung, mit der du am effektivsten arbeitest, hin zu deinen Werten. Wenn du auf diese Fragen vorbereitet bist, ebnest du damit den Weg für eine gute Zusammenarbeit.


Wenn du deine Werte selbst kennst, überzeugst du nicht nur im Interview, sondern kannst für dich auf von vornherein klären, ob du in das Unternehmen passt. Hast du vielleicht Überzeugungen, Werte oder Ideen, die dich bei deiner täglichen Arbeit leiten? Dann kommuniziere diese mit deinen Gesprächspartner:innen.


5. Komme nicht mit leeren Händen 

Das Vorstellungsgespräch ist immer eine zweiseitige Angelegenheit, bei der du die Möglichkeit hast, dein Gegenüber, die Stelle und auch das Unternehmen zu beurteilen. Bereite dich also mit einer Liste wichtiger Fragen vor, damit du eine fundierte Entscheidung treffen kannst. Es ist wichtig, dass du mehr darüber erfährst, wie du dich in der Stelle auszeichnen kannst und wie die Unternehmenskultur aussieht. Nimm dir beim Vorstellungsgespräch mit deinem potenziell vorgesetzten Person die Zeit, diese kennenzulernen, damit du sicher sein, dass du dich im Unternehmen wohlfühlen kannst.


6. Bleibe authentisch und du selbst

Natürlich kannst du versuchen, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Aber versuche dich so zu geben, wie du auch bist und spiele keine Rolle. Es geht bei einem Bewerbungsgespräch natürlich auch immer darum, wie du zum Unternehmen passt.


Als LGBTIQ+ Person, kommt hier natürlich die Frage: Soll ich mich bei einem Bewerbungsgespräch outen? Könnte es deine Chancen auf deinen Traumjob beeinträchtigen? Denn was hat deine Sexualität oder Geschlechtsidentität mit deinen Skills und Fähigkeit zu tun, die Stelle zu besetzen? Oberflächlich betrachtet haben sie nichts damit zu tun. Warum sollten Sie es also trotzdem tun? Einige der integrativen Arbeitgeber:innen raten dazu, bei Bewerbungen nie die wahre Identität zu verbergen. Wenn du in einem Vorstellungsgespräch etwas authentisches über dich selbst verbergen musst, schränkst du dich auf dem Weg zum Ziel nur selbst ein.

Sich bei einem Vorstellungsgespräch zu outen, muss kein großer Moment sein. Es kann so subtil sein wie die Erwähnung Ihres Partners. Ob du dich outest oder nicht, bleibt jedoch immer deine persönliche Entscheidung. Auch wenn es das Gleichstellungsgesetz verbietet, wird es immer noch Stellen geben, die dich aufgrund deiner Sexualität und Identität mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einstellen würden.

Schon bei der Vorbereitung auf das Gespräch lässt sich meist abwägen, wie sinnvoll es ist, sich zu outen. Eine Vorabrecherche über die Firma hilft dabei.


Wir raten dir, suche dir Unternehmen, in denen du dich wohlfühlen kannst. Wenn du ein Stück von dir selbst versteckst, kannst du nicht glücklich werden.


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