40 Jurist:innen setzen sich für mehr Offenheit im Job ein
​Heute veröffentlicht ALICE – das Karrierenetzwerk für LGBT+ Jurist:innen – im Rahmen der Aktion „Gesicht zeigen“ zum ersten Mal eine Liste mit erfolgreichen und geouteten LGBT+ Jurist:innen.

Heute veröffentlicht ALICE – das Karrierenetzwerk für LGBT+ Jurist:innen – im Rahmen der Aktion „Gesicht zeigen“ zum ersten Mal eine Liste mit erfolgreichen und geouteten LGBT+ Jurist:innen. Ein absolutes Novum für Deutschland und für eine Berufssparte, die noch immer konservativ wie kaum eine andere zu sein scheint und in der LGBT+ Vorbilder fehlen.

 

Die Wertschätzung von lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans- und intergeschlechtlichen (LGBT+) Menschen am Arbeitsplatz ist in den vergangenen Jahren gewachsen. Eine jüngst veröffentlichte Studie zeigt, dass dies nicht auf jeden Berufszweig zutrifft. Besonders scheint dies Jurist:innen und ihr berufliches Umfeld zu betreffen. Denn nur wenige trauen sich, offen zu ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität zu stehen. Das hat auch die Aktion „Gesicht zeigen“ hervorgebracht: ursprünglich plante ALICE eine Liste mit 100 Teilnehmer:innen. Diese zu gewinnen gestaltete sich schwierig und zeigt, dass Offenheit für LGBT+ im juristischen Bereich keine Selbstverständlichkeit ist. Premiere feiert die Veröffentlichung der Liste heute entgegen dieser Tendenz mit 40 LGBT+ Jurist:innen: ein Signal, das Mut machen will.

 

Die 40 LGBT+ Jurist:innen auf der Liste zeigen öffentlichkeitswirksam Gesicht. Sie beweisen, dass man auch und gerade als geoutete:r Jurist:in in Deutschland beruflich Erfolg haben kann. Hinter der Aktion verbirgt sich kein auf Wettbewerb angelegtes Ranking. Vielmehr möchte sie erreichen, dass sich mehr LGBT+ Jurist:innen als bisher am Arbeitsplatz öffnen und sich nicht länger verstecken müssen. Anderen Jurist:innen, besonders Studierenden, Referendar:innen und Berufseinsteiger:innen, will die Aktion ermutigen und Vorbilder an die Hand geben. 

 

„Ich zeige sehr gerne Gesicht, weil ich aus meinem eigenen Werdegang weiß, wie wichtig es ist, sichtbare Rollenvorbilder zu haben“, erklärt Dr. Malte Stübinger, Associate bei Latham & Watkins LLP zu seiner Teilnahme. Ähnlich bewertet auch Dr. Katharina Schockenhoff, Richterin am Landgericht Köln, die Bedeutung der nun veröffentlichten Liste: „Wenn man nur einer Person durch die Liste Sorgen oder Ängste nehmen kann, war es die Teilnahme wert“.

 

Ziel für das kommende Jahr ist es, noch mehr LGBT+ Jurist:innen für die Aktion „Gesicht zeigen“ zu gewinnen und die Liste 2021 am Deutschen Diversity-Tag im Mai mit 100 Teilnehmenden zu veröffentlichen. Interessierte Jurist:innen können sich weiterhin auf der Website von ALICE unter www.alice.lgbt/gesicht-zeigen/ nominieren und damit ein Zeichen für mehr Offenheit setzen.

Hinter ALICE – dem Karrierenetzwerk für LGBT+ Jurist:innen – steht die UHLALA Group. Als Social Business setzt sie sich seit 2009 mit ihren Projekten und Marken für LGBT+ Menschen in der Arbeitswelt ein. Durch Consulting, Workshops und Trainings sowie Audits unterstützt die UHLALA Group Arbeitgeber dabei, ihre LGBT+ Mitarbeitenden zu fördern, neue Talente zu gewinnen und diese zu vernetzen.

Hier geht’s zur Liste der Aktion „Gesicht zeigen“: www.alice.lgbt/gesicht-zeigen/

Weitere Informationen zu ALICE: www.alice.lgbt

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