Wissenschaftliche Mitarbeit (w/d/m) in Teilzeit – Digitalisierung der Bestände am Schwulen Museum

  • Teilzeit
  • Berlin

Webseite Verein der Freundinnen und Freunde des Schwulen Museums in Berlin e. V.

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens zum 15.08.2022,  zwei Mitarbeiter_innen (jeweils 20 Stunden/Woche) für das Digitalisierungsprojekt „Petra Gall und die Berliner Frauen- und Lesbenbewegung in den 1980er und 1990er Jahren“.

Das Schwule Museum (SMU) wurde 1985 in Berlin gegründet und ist heute mit viel beachteten Ausstellungen, einer einzigartigen Sammlung, zahlreichen Forschungsbeiträgen und einem vielfältigen Veranstaltungsprogramm weltweit eine der größten und bedeutendsten Institutionen für die Bewahrung, Erforschung und Vermittlung queerer Geschichte und Kultur.

In dem Projekt geht es um die Erfassung, Metadaten-Recherche,  Digitalisierung und Veröffentlichung von Negativen, Kontaktabzügen und Abzügen aus dem Nachlass der Berliner Fotografin Petra Gall. Es wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa des Landes Berlin.

Die zu besetzenden Positionen sind die kommunikative Schnittstelle zwischen den Bereichen IT und Archiv  und den dort anstehenden Transformationsprozessen im Zuge der Digitalisierung unter  Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse eines queeren Bewegungsarchivs und seiner Geschichte. Sie unterstützen sowohl die neuen, als auch die bestehenden Digitalisierungsprozesse und – formate in der Abteilung. Sie beraten darüber hinaus die Sammlungsleitung und deren Beauftragte bei allen Fragen, welche die digitale Erfassung von Fotografien und ihre Verwaltung in der Datenbank  betreffen.

Ihre Aufgabenbereiche:

·     Datenpflege, Datenanreicherung, Datenimport (Axiell Collections)

·     Kontrolle der importierten Daten

·     Recherche bzgl. Metadaten

·     Verschlagwortung in der Datenbank

·     Archivarischer Umgang mit dem bereits vorerfassten Fotonachlass (Erfassung in Excel, sachgerechte Archivierung der noch nicht erfassten Teile des Bestands)

·     Vorbereitung und Teilnahme an den Projektplanungs-Treffen und Auswertungsgesprächen mit den Fördermittelgebenden

·     Teilnahme am wöchentlichen Datenbank-Jour-Fixe

Ihr Profil:

·      Bachelor-, Master-, Fachhochschul- bzw. gleichwertiger Studienabschluss als Archivar_in oder im Bereich der Informationswissenschaften oder vergleichbare berufliche Erfahrungen.

·      Umfangreiche Kenntnisse und Erfahrungen in der Inventarisierung und im Umgang mit elektronischen Archivierungs- und Datenbanksystemen sowie der Migration von Verwaltungsdaten und Content in archivische Speicher- und Retrievalsysteme

·      Erfahrungen mit formaler und inhaltlicher Erschließung, inklusive Thesauri

·      Kenntnisse über Digitalisierung von Bildern, Bildformate und konservatorische Aspekte

·      Kenntnisse der LGBT*IQ+ – und Frauenbewegung, insbesondere der 1980er Jahre

·      Kenntnisse der historischen und aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und Gesprächsthemen innerhalb der LGBT*IQ+ Communities

·      Sicherer Umgang mit Microsoft-Office-Programmen, vor allem Microsoft-Excel und Word

·      Selbständige, zuverlässige, strukturierte und präzise Arbeitsweise

·      Textsicherheit (Deutschkenntnisse auf Niveau C1) und Kommunikationsstärke

·      Flexibilität bei unterschiedlicher Arbeitsbelastung und sorgfältiges, strukturiertes sowie lösungsorientiertes Arbeiten auch unter Zeitdruck.

Wir suchen eine engagierte und qualifizierte Persönlichkeit, die über eine hohe soziale Kompetenz verfügt. Dabei sind uns Begeisterungsfähigkeit für die Themen der LGBT*IQ+ Community und Gestaltungsfreude sowie Teamfähigkeit besonders wichtig.

Wir bieten ein abwechslungsreiches, vielseitiges und anspruchsvolles Aufgabengebiet in einer innovativen Non-Profit-Organisation mit internationaler Ausstrahlung sowie ein nettes, aufgeschlossenes und vielfältiges Team mit offener und freundlicher Arbeitsatmosphäre.

Die Stellen sind befristet bis zum 31.12.2023, vorbehaltlich der überjährigen Förderzusage. Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an TV-L E 9.

Bewerbungen von Personen mit eigener Migrationserfahrung oder familiärer Migrationsgeschichte sind ausdrücklich erwünscht.  Wir suchen präferiert Personen, die aus einer Schwarzen/Person of Color und/oder inter* bzw. trans* Perspektive sprechen.

Anerkannt Schwerbehinderte oder diesen gleichgestellte Menschen mit Behinderung werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Wir bitten darum, auf eine Schwerbehinderung bereits in der Bewerbung hinzuweisen.  Dabei ist uns bewusst, dass diese Merkmale aufgrund unterschiedlicher Zugangschancen zu Bildung, Informationen und Beratung ebenso Ausschlüsse beinhalten können.

Positionen von Queers of Color und Schwarzen Queers, Lesben, trans* und inter* Personen sowie Menschen mit Behinderungen sind in Museen bislang unterrepräsentiert. Das SMU hat begonnen, die Ausschlüsse der eigenen Institution kritisch zu reflektieren, Barrieren abzubauen und Strategien in Bezug auf Personal, Sammlungs- und Programmpolitik zu implementieren. Gerne kommen wir mit Ihnen ins Gespräch, was wir tun können, um noch vorhandene Barrieren abzubauen.

Reisekosten zu Vorstellungsgesprächen können in der Regel leider  nicht erstattet werden. Wir stellen Ihnen im Falle einer Einladung aber gerne eine Bescheinigung über den Termin aus. Die Auswahlgespräche finden voraussichtlich in der 33. KW statt.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen ausschließlich elektronisch unter dem Stichwort „Petra Gall“ als Einzeldokument mit nicht mehr als 5 MB und möglichst bezeichnet als Ihr „Nachname_Vorname.PDF“ bis zum 31.07.2022 an personal@schwulesmuseum.de

Um sich für diesen Job zu bewerben, sende deine Unterlagen per E-Mail an personal@schwulesmuseum.de

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